Am Lagerfeuer mit Häuptling Bernd
Zwar sind unsere Hortkinder schon wieder richtig im Schulrhythmus angekommen, so denken wir doch gerne an unsere ereignisreichen und interessanten Sommerferien zurück.
Einen Höhepunkt der besonderen Art erlebten wir bei unserem dreitägigen Indianercamp in Schönborn vom 06. Bis 08. Juli 2025. Schon in der ersten Ferienwoche bereiteten wir uns gut darauf vor und lernten vieles über die Lebensweise der Indianer kennen, welche verschiedenen Stämme es gibt und ihre Gewohnheiten. Tolle Stirnbänder wurden mit hübschen Federn verziert und kamen mit ins Gepäck.
Ganz aufgeregt zogen wir am Sonntag in die großen Tipis ein, die uns vom Indianistik-Verein Triptis zur Verfügung gestellt wurden. Dort richteten wir uns gemütliche Nachtlager ein. Doch an Schlafen war noch lange nicht zu denken! Nach einem leckeren Abendessen unter freiem Himmel erkundeten wir das riesige Areal am Waldesrand in Schönborn. Im großen Gemeinschafts-Tipi hielten wir unsere Stammesversammlung ab, bei der wir indianische Namen erhielten. Anschließend lauschten wir den Klängen der Gitarre und sangen mit Oma Heidi lustige Lieder am Lagerfeuer, dann kuschelten sich unsere müden Indianerkinder nach einer kleinen Katzenwäsche gemütlich in ihre Schlafsäcke.
An den nächsten Tagen lebten wir gemeinsam im Rhythmus mit der Natur: Aufstehen in der Morgendämmerung, Körperpflege an der Waschschüssel J, Frühstück im Freien, selbstständiger Abwasch des Geschirrs nach dem Essen (eine Herausforderung!), Mithilfe bei der Zubereitung der Mahlzeiten, Ordnung halten in den Tipis, gemeinsames Spielen und Werkeln auf dem Gelände. Auch die handwerklichen Fähigkeiten unserer kleinen Bleichgesichter wurden beim Basteln von Traumfängern, beim Filzen und Weben gefordert. Ein Kletterbaum, ausgestattet mit einem Seil, war der Lieblingsplatz unserer Kinder.
Im großen Blockhaus zeigte uns Bernd, der Vorsitzende des Indianistik-Vereins, verschiedene indianische Gegenstände, so z. B. Taschen, Instrumente und Spielgeräte. Bei seinem interessanten Vortrag hörten wir aufmerksam zu und erfuhren viel Wissenswertes zum Leben der Indianer, ihren Behausungen, ihrer Verbreitung im „Wilden Westen“ und vieles mehr.
Große Begeisterung gab es beim Bogenschießen! Es war für die starken Krieger gar nicht so einfach, den Bogen selbst zu spannen! Das aufgestellte Ziel konnte von allen sehr gut getroffen werden. Auch das aufwändige und geduldige Feuermachen mit einem Feuerstein zeigte uns Indianer Marcus. Ein weiterer ereignisreicher Tag neigte sich beim Erzählen von Geschichten am Lagerfeuer dem Ende zu.
Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die uns bei diesem tollen Projekt unterstützt haben: Häuptling Bernd stand uns die ganze Zeit helfend zur Seite und gab uns geduldig auf unsere zahlreichen Fragen viele Antworten, Indianer Marcus zeigte uns das Feuermachen, Bogenschießen und vieles mehr, unsere fleißigen Eltern, die uns bei der Zubereitung der Mahlzeiten unterstützten und natürlich ein großer Dank an unsere nächtlichen Indianer-Gehilfen, die bei Heimweh trösteten und mit den Kindern die Nacht im Tipi verbrachten.
T u. F. Ina Riedel




